Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung)

Mediales Kollateralband ist häufig betroffen, wenn es zu einer lateralen Patellaluxation kommt. Patellaluxation machen 2-3 % aller Knieverletzungen aus. Die Autoren J.F. Quinlan, Dublin, et al. fanden mittels Magnetresonanztomographie heraus, dass das Innenband in etwa 50 % der Fälle verletzt ist und die Prävalenz mit dem Geschlecht assoziert ist.  Besonders bei Männern mit transienter lateraler Patelladislokation scheint häufig das Innenband verletzt zu sein.  [Br J Sports Med 2010;44:411-414].

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kreuzbandverletzungen im Wachstumsalter nehmen deutlich zu:

K.H. Frosch et al. (4) haben in einer Übersichtsarbeit die Probleme und Komplikationen nach vordere Kreuzbandplastik im Wachstumsalter in der Zeitschrift Arthroskopie aufgezeigt. Instabilitäten nach konservativer Therapie treten in bis zu 91 % der Fälle auf (1). Bei 50-75 % der Patienten kommt es zu sekundären Meniskusläsionen nach Ruptur des vorderen Kreuzbandes (2,3). Ebenfalls kommt es bei persistierenden Instabilität im Laufe der Zeit zur Schädigung des Gelenkknorpels. Genauso wie sich degenerative Veränderungen radiologisch zeigen. Dies wurde in einer systematischen Literaturanalyse von Preiss et al. aufgezeigt, die die operative Therapie deutlich überlegen gegenüber der konservativen Therapie zeigt (5).

Aufgrund dieser Datenlage und damit Wachstumsstörungen unterbleiben,  sollten folgenden Empfehlungen berücksichtigt werden. Es sollten die transphysären Technik, die Hamstring-Sehnen und senkrechte Bohrkanäle zu den Fugen tibial und femoral angewendet werden. Die Bohrkanäle sollten maximal 12 % der Fläche des Tibiaplateaus betreffen. Zur Vermeidung eines Genu recurvatum sollte die ventrale tibiale Apophyse verschont werden und zur Vermeidung eines Genu varum sollte die Anlage des tibialen Bohrkanales deutlich distal der proximalen Epiphysenfuge liegen. Kein randständiges Bohren femoral und keine Verletzung des Ranvierschen Schnürringes der femoralen Wachstumsfuge zur Vermeidung eines Genu valgums.  Füllung der Bohrkanäle auf …

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