Femoroacetabuläres Impingement

Bei Leisten- und Hüftschmerzen bei Sportlern sollte auch immer an ein femoroacetabuläres Impingement gedacht werden. Die Prävalenz (Häufigkeit)  ist aktuell noch nicht geklärt, wird aber in mehren Querschnittsstudien in der Zukunft Klarheit bringen. Die durch Ganz et al. grundlegende Pathologie beruht auf 2 zu unterscheidenden morpholgischen  Entitäten.

Das CAM-Impingement (engl. cam= die Nocke) wird durch eine überwiegende anterior lokalisierten abnormal konfigurierten Femurkopf/hals-Übergang chrakterisiert. Es zeigt sich eine Umfangsvermehrung im Bereich des Femurkopfes (knöcherner-knorpliger Überstand), die vorwiegend ventrokranial lokalisiert ist. Schmerzen bei Flexion und Innenrotation im Hüftgelenk (einpressen der exzentrischen Kopfanteile ins Acetabulum mit konsekutiver Drucksteigerung auf das Labrum und den Pfannenrand). Die Ätiologie ist bis heute noch nicht geklärt. Labrum- und Knorpelschäden zeigen sich praktisch ausschließlich im anteriosuperioren Quadranten (vor allem Aufbrechen der Verbindung zwischen Labrum und Knorpel)

Das PINCER-Impingement tritt häufig bei Frauen mittleren Alters auf. Aufgrund einer vermehrten generalisierten oder lokale acetabulären Überdachung des Femurkopfes im Sinne eines Over-Containment. Man unterscheidet ein globales oder generalisiertes PINCER-Impingement (Protrusion des Acetabulums) und das lokale PINCER-Impingement (idiopathtische Retroversion des Acetabulums, Pfannendysplasie, posttraumatische Deformität). Beim PINCER-Impingement liegen die Schäden linienförmig zirkumferrierend um den Acetabulumrand herum …

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