Schulterschmerzen: PRP (Platet Rich Plasma) repariert Einrisse der Rotatorenmanschette (Schulter)

Die Schulter wird durch die sog. Rotatorenmanschette zentriert. Die Rotatorenmanschette besteht aus 4 Muskeln mit ihren Sehnen.

M. Supraspinatus (Abspreizer der Schulter) M. infraspinatus (Außendreher der Schulter) M. subscapularis (Innendreher der Schulter) M. terres minor (Außenrotator und Schulter nach hinten Zieher)

Alle 4 Muskeln arbeiten zusammen und sind wichtig, um die Schulter zentriert zu führen und den Oberarmkopf bei der Abspreizung nach unten zu drücken. Die Schulter ist ein rein muskulär geführtes Gelenk. Aufgrund der stetigen Benutzung des Gelenkes und der degenerativen Veränderung kommt es häufig zu Dysfunktionen und kleinen Einrissen in den Sehnen, die dann Beschwerden verursachen. Früher wurde Kortison gespritzt, dies sollte heute nicht mehr durchgeführt werden, da es zusätzlich zu einer Schädigung der Sehne kommt. Wesentlich besser ist Ihr Eigenblut (Plated Rich Plasma PRP). PRP unterstützt die Zellproliferation (Zellneubildung), erhöht die Genexpression und die Synthese der Sehnenmatrix in den Sehnenzellen von der menschlichen Rotatorenmanschette. Dies wurde in der Studie: „Platelet-Rich Plasma Stimulates Cell Proliferation and Enhances Matrix Gene Expression and Synthesis in Tenocytes From Human Rotator Cuff Tendons With Degenerative Tears“ von Chris Hyunchul Jo,*et al gezeigt.

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Meniskusläsion bei Profifußballern kann eine Berufskrankheit sein!

Das hessische Landessozialgericht urteilte (Az: L 9 U 214/09), dass Meniskusschäden bei Profifußballern als Berufskrankheit anerkannt werden. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass infolge der mehrere Jahre andauernden oder häufig wiederkehrenden Tätigkeit die Kniegelenke überdurchschnittlich belastet werden.

Bei dem Fall (s.o.) erlitt ein Fußballprofi (geb. 1977) eine Meniskusläsion. Die Berufsgenossenschaft lehnt dies als Berufskrankheit zunächst ab. Weiter begründeten die Richter, dass besonders die Belastung in der 1. bis zur 4. Liga die Belastung für die Kniegelenke überdurchschnittlich hoch sein.

Fazit diesportstrategen: Man darf auf die weitere Entwicklung und die anfallenden Zusammenhangsgutachten gespannt sein.

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Femoroacetabuläres Impingement

Bei Leisten- und Hüftschmerzen bei Sportlern sollte auch immer an ein femoroacetabuläres Impingement gedacht werden. Die Prävalenz (Häufigkeit)  ist aktuell noch nicht geklärt, wird aber in mehren Querschnittsstudien in der Zukunft Klarheit bringen. Die durch Ganz et al. grundlegende Pathologie beruht auf 2 zu unterscheidenden morpholgischen  Entitäten.

Das CAM-Impingement (engl. cam= die Nocke) wird durch eine überwiegende anterior lokalisierten abnormal konfigurierten Femurkopf/hals-Übergang chrakterisiert. Es zeigt sich eine Umfangsvermehrung im Bereich des Femurkopfes (knöcherner-knorpliger Überstand), die vorwiegend ventrokranial lokalisiert ist. Schmerzen bei Flexion und Innenrotation im Hüftgelenk (einpressen der exzentrischen Kopfanteile ins Acetabulum mit konsekutiver Drucksteigerung auf das Labrum und den Pfannenrand). Die Ätiologie ist bis heute noch nicht geklärt. Labrum- und Knorpelschäden zeigen sich praktisch ausschließlich im anteriosuperioren Quadranten (vor allem Aufbrechen der Verbindung zwischen Labrum und Knorpel)

Das PINCER-Impingement tritt häufig bei Frauen mittleren Alters auf. Aufgrund einer vermehrten generalisierten oder lokale acetabulären Überdachung des Femurkopfes im Sinne eines Over-Containment. Man unterscheidet ein globales oder generalisiertes PINCER-Impingement (Protrusion des Acetabulums) und das lokale PINCER-Impingement (idiopathtische Retroversion des Acetabulums, Pfannendysplasie, posttraumatische Deformität). Beim PINCER-Impingement liegen die Schäden linienförmig zirkumferrierend um den Acetabulumrand herum …

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