Muskelverletzungen

Die Therapie der Muskelverletzung erfolgt zur Zeit hauptsächlich konservativ. Es wird in einigen Büchern empfohlen (Quelle: Müller-Wohlfahrt; Muskelverletzung) durch Injektionen in den betroffenen Muskel die Ausheilung des Muskels zu beschleunigen. Es werden Substanzen wie Traumeel, Lokalanästhetikum Mepivacain und Actovegin empfohlen.

Ebenfalls bei guter Studienlage wird die Injektion von den sog. Wachstumsfaktoren zurückgegriffen. Zum Beispiel auf die Gabe von ACP (Autolog konditioniertes Plasma). Hierbei wird dem Patienten Vollblut abgenommen, zentrifugiert und anschließend das konditionierte Plasma steril in das verletzte Gebiet injiziert.

MAZZOCCA et al. konnten zum Beispiel in Laborversuchen nachweisen, dass eine erhebliche Beschleunigung der Proliferation von Tenozyten (Sehnenzellen) durch die Gabe von ACP erfolgte. Desweiteren konnte diese Arbeitsgruppe nachweisen, dass durch die kombinierte Applikation  mit Kortikosteroiden (Kortison) die Proliferation der Tenozyten erheblich reduziert wird und bei Zugabe eines Lokalanästhetikums sogar ein völliges Ausbleiben der Proliferation erfolgt. MISHRA und PAVELKO zeigten in einer doppelverblindeten, kontrollierten, randomisierten Studie, dass die Anwendung von autologen Plättchenkonzentration (ACP oder PRP) bei der Anwendung zur Therapie der lateralen Epikondylitis im Vergleich zur Kortisoninjektion eine erhebliche Überlegenheit aufweist.

MENETRY et al. stellten bei Verletzung der Skelettmuskulatur fest, dass durch die Gabe von autologen Wachstumsfaktoren die 1. inflammatorische Phase nach Muskelverletzung besser reguliert wird und dadurch eine schnellere Heilung erfolgt. Diese Erkenntnis decken sich mit den Untersuchungsergebnissen von WRIGHT-CARPENTER et al., die eine beschleunigte Regeneration von Muskelverletzung der Wade im Mausmodell durch die Gabe von autolog konditioniertem Serum nachweisen konnten.