Was ist Stoßwellentherapie:

In einem Lithotripter erzeugte akustische Schallwellen werden als Stoßwellen bezeichnet.

Eine Stoßwelle ist eine sich im Gewebe ausbreitende Schallwelle, die Schwingungen verursacht. Dadurch wird Energie freigesetzt, die zu einer Steigerung der Durchblutung und zu einer Stimulierung der Stoffwechselvorgänge führt. Körpereigene Reparaturmechanismen werden gezielt in Gang gesetzt. Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert. Erstmalig wurde die Stoßwellentherapie in der Medizin zur Behandlung von Nierensteinen angewendet. Seit knapp einem Jahrzehnt werden weltweit auch orthopädische Erkrankungen und knöcherne Verletzungsfolgen per ESWT behandelt. Die Stoßwellentherapie hat sich dabei zu einer unblutigen, risiko- und nebenwirkungsarmen Behandlungsmethode entwickelt.

FOS_Wort_und_Bildmarke

Wie und was kann die Stoßwellentherapie behandeln:

Die Stoßwellentherapie eignet sich als wirkungsvolle Behandlungsalternative zur Operation bei folgenden Indikationen:

  • Verzögerte Knochenbruchheilung und Pseudarthrosen
  • Verkalkungen an der Schulter
  • Tennis- oder Golferellenbogen
  • Fersensporn
  • chronische Schultersehnenbeschwerden
  • chronische Achillessehnenreizung
  • chronische Sehnenentzündung im Bereich des Rollhügels des Oberschenkels Patellaspitzensyndrom (Reizungen der Kniesehne)
  • Knochennekrosen („Knocheninfarkt“)

Methodik, Wirkung und Behandlungsdauer:

In den meisten Fällen sind drei aufeinanderfolgende Therapiesitzungen erforderlich, bei Pseudarthrosen ggf. nur eine oder zwei. Der zeitliche Abstand beträgt mindestens eine Woche. Für gewöhnlich werden 2000 bis 4000 Stoßwellen pro Behandlung appliziert.

Ziel:

Ziel ist es, die körpereigene Reparaturmechanismen gezielt in Gang zu setzen. Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert. Es wird schnell und kurzfristig normalerweise eine Beschwerdeerleichterung geschaffen.